Das Open Internacional Centro Náutico de Alcántara in Spanien entwickelte sich zum größten europäischen Turnier im Boots-Bassangeln. Mit einem 95 Kilometer langen See, über 100 Booten aus ganz Europa und der Teilnahme der amerikanischen Legende Mike Iaconelli waren alle Voraussetzungen für einen unvergesslichen Wettkampf erfüllt.

Das Format war anspruchsvoll: eine komplette Trainingswoche, gefolgt von zwei Wettkampftagen mit jeweils zwei 8-Stunden-Runden. Ziel war es, jeden Tag die fünf größten Schwarzbarsche (Largemouth Bass) zu fangen. Die Fische wurden gewogen und direkt wieder vom Team freigelassen, und die Mannschaft mit dem höchsten Gesamtgewicht wurde zum Sieger gekrönt. Erlaubt waren ausschließlich Kunstköder – die Angler:innen mussten also ständig die richtigen Köder wählen und sich laufend an Umweltbedingungen anpassen.


Ein kompletter Neustart

Solche Wettbewerbe ziehen traditionell viele lokale Angler:innen an. Mit ihrer detaillierten Kenntnis des Sees sind sie extrem schwer zu schlagen. Erfahrung kann auf einem so großen Gewässer ein entscheidender Vorteil sein. Sylvain Garza und sein Partner Paul Lunaud entschieden sich deshalb, eine ganze Woche ausschließlich dem Erkunden des Sees zu widmen, zunächst nur mit einer groben Vorstellung möglicher Hotspots.

Für Sylvain war es der erste Wettkampf mit der COROS NOMAD. Er ist solche Vorbereitungen zwar gewohnt, erkannte aber sofort das Potenzial der Uhr, um präzise Fangorte über die täglich extrem großen Distanzen hinweg zu dokumentieren. Beim Angeln sind die Tage lang, aber jede optimierte Sekunde kann den Unterschied machen.

Sehr schnell stellten sie erfreut fest, dass der See enorm ergiebig war, an manchen Tagen kamen sie entlang der Ufer auf über 40 hochwertige Schwarzbarsche. Ohne technische Hilfe ist es unmöglich, all diese Informationen im Kopf zu behalten. Durch die Nutzung der Bootsangeln-Aktivität auf der NOMAD wurden alle Daten automatisch aufgezeichnet. Das menschliche Gedächtnis hat Grenzen, besonders in einer unbekannten Umgebung.

Jeden Tag legten sie per Boot fast 45 Kilometer zurück. Für sie war es das erste Mal in diesem Labyrinth aus felsigen Buchten, und sie mussten gezielt die besten Bereiche identifizieren, in denen sich größere oder aktivere Fische aufhielten, idealerweise Barsche zwischen 1 und 2 kg.


Die Umgebung lesen

Das Verhalten der Fische in Abhängigkeit von Umweltfaktoren zu verstehen (Sonneneinstrahlung, Wind, Luftdruck, Wasserstand) ist entscheidend, um sie gezielt zu finden. Die COROS NOMAD zeigt diese Daten kontinuierlich an und speichert sie am Ende jeder Session. Danach beginnt die Analyse.

Ihr Ziel in den ersten vier Trainingstagen war es, vier unterschiedliche Bereiche des Sees zu erkunden. Die letzten beiden Tage waren für das gezielte Wiederansteuern der besten Spots reserviert. Jeden Abend an der Hotelbar genossen Sylvain und Paul einen entspannten Moment und ein ausführliches Debriefing mit anderen Teilnehmer:innen, bei dem sie ihre täglichen Touren in der COROS-App Revue passieren ließen und die Erlebnisse gleichzeitig mit ihren Social-Media-Follower:innen teilten.


Zwei Tage Wettkampf

Am Samstag war der Plan klar: morgens in einem schattigen Bereich starten, anschließend dynamische Hotspots mit Reaktionsködern angeln und am Nachmittag auf Backup-Spots setzen, wenn die Sonne hoch stand und der Angeldruck bereits gestiegen war.

Der Plan ging perfekt auf. Die COROS NOMAD zeichnete 45 Fänge auf, ihr bestes Ergebnis der gesamten Woche. Sie fingen drei richtig große Barsche und komplettierten ihr Limit mit zwei weiteren soliden Fischen. Am Ende des ersten Tages lagen sie mit insgesamt 7,9 kg auf Platz 3. Die Führenden kamen auf 8,4 kg.

Der Sonntag brachte die Entscheidung. Sylvain und Paul starteten punktgleich mit einer Legende des Sports: Mike Iaconelli und seinem starken lokalen Partner Javi Ballesteros, die auf Platz zwei lagen.

Aus Erfahrung wussten sie, dass sie das Niveau von Tag 1 mindestens halten mussten, gleichzeitig aber wussten, dass die Fische deutlich schwerer zu fangen sein würden. Nach dem ersten Wettkampftag ist der Angeldruck extrem hoch, wodurch die Fische vorsichtiger und gestresster reagieren.

Der Tag begann vielversprechend: gleich beim ersten Wurf im besten Spot aus der Trainingsphase fingen sie einen wunderschönen Fisch. Der Puls stieg auf 100 Schläge pro Minute, und für einen Moment lagen sie sogar in der vorläufigen Führung.

Doch diese Platzierung war trügerisch. Nach acht Stunden brachten sie ein Gewicht von unter 5 kg zur Waage. Wie erwartet hatte sich das Fischverhalten zwischen den beiden Turniertagen stark verändert. Die gesamte Top 3 des ersten Tages wurde von konstant starken Teams verdrängt, die an beiden Tagen stabile 6 bis 7 kg liefern konnten.


Über 200 gespeicherte Spots

Sylvain und Paul belegten schließlich Platz 14 von 103 Teams. Ein Ergebnis, mit dem sie zufrieden sind, das sie aber gleichzeitig motiviert, beim nächsten Mal noch stärker zurückzukommen. Sie konnten enorm viel Erfahrung auf diesem See sammeln, besonders da sie komplett bei null angefangen hatten.

Dieses Kapitel ist nun abgeschlossen, und im Erkunden-Menü der COROS-App von Sylvain sind mittlerweile fast 200 markierte Spots gespeichert – eine Datenbibliothek, die ihnen beim nächsten Einsatz auf dem Wasser einen klaren Vorteil verschaffen wird.

COROS FISHING