Was bedeutet Lauffitness?
Die Lauffitness beschreibt deine aktuelle Laufleistung als absoluten Wert auf einer Skala von 40 bis 100. So bekommst du ein klares Bild davon, wie es um deine Ausdauer, Schnelligkeit und Leistungsfähigkeit steht – und in welchen Bereichen du dich gezielt verbessern kannst. In der COROS App werden vier Leistungsbereiche bewertet. Hier ein Überblick:
- Ausdauer (>30km): Aerobe Ausdauer beschreibt deine Fähigkeit, längere Einheiten mit niedriger Intensität durchzuhalten. Als Maßstab dient das niedrigste Tempo in der Zone „Aerobe Leistung“. Je höher dieses Tempo, desto besser deine aerobe Ausdauer.
- Schwellenwert (~10km): Laktatschwellen-Ausdauer steht für deine Fähigkeit, Belastungen im mittleren bis hohen Intensitätsbereich zu halten. Bewertet wird deine Schwellenpace: Je schneller, desto besser deine Laktatschwelle.
- Geschwindigkeit (~3km): Geschwindigkeit zeigt, wie gut du intensive Belastungen bewältigst. Hier dient dein VO₂max-Wert als Grundlage. Je höher dieser Wert, desto länger kannst du ein hohes Tempo aufrechterhalten.
- Sprint (~400m): Sprint beschreibt deine Fähigkeit für sehr kurze, maximale Belastungen. Bewertet wird das höchste Tempo, das du über 30–60 Sekunden erreichen kannst. Je höher dieses Tempo, desto stärker ist deine anaerobe Ausdauer.
Der COROS EvoLab-Algorithmus berechnet diese Werte auf Basis deiner Trainingsdaten aus den letzten sechs Wochen. Deine Läufe fließen täglich in die Analyse ein, während ältere Daten automatisch herausfallen. Trotzdem wirst du nicht jeden Tag Veränderungen sehen – Fitness baut sich langsam auf und ebenso langsam wieder ab. Entsprechend entwickelt sich auch dein Lauffitness-Wert.

Lauffitness-Übersicht in der COROS App
So interpretierst du deine Lauffitness
Da jede Kategorie eigene Bewertungsmaßstäbe hat, erhältst du ein differenziertes Bild deiner Laufleistung. Zwei Beispiele:
- Athlet A konzentriert sich auf Mittelstrecken. Entsprechend sind die Werte in den Bereichen Schwellenwert und Geschwindigkeit besonders hoch.
- Athlet B trainiert für Ultradistanzen (>50 km). Daher liegt der Schwerpunkt – und der höchste Wert – im Bereich Ausdauer.

Athlet A (links) vs Athlet B (rechts)
Die zugehörigen Tempobereiche jeder Kategorie zeigen dir außerdem, mit welcher Intensität du trainieren solltest, um dich gezielt zu verbessern. Wenn du erkennst, wo dein Entwicklungspotenzial liegt, kannst du deine Trainingszeit bewusst in diesem Tempo-Bereich erhöhen – und so effektiver Fortschritte machen.
Zusammenspiel mit EvoLab
Dein Lauffitness-Wert ist das Herzstück des COROS EvoLab-Algorithmus. Er bildet die Grundlage für nahezu alle langfristigen Leistungsdaten, die COROS bereitstellt – unter anderem:
Rennvorhersage: Dieses Widget findest du auf deiner Uhr, in der App und im Training Hub. Es nutzt deine aktuellen Fitnesswerte, um Prognosen für 5 km, 10 km, Halbmarathon und Marathon zu berechnen. Verbessert sich deine Lauffitness, verbessern sich auch deine Prognosen – so bekommst du in Echtzeit ein Gefühl für deinen Fortschritt. Die Vorhersagen basieren auf idealen Wetter- und Streckenbedingungen. Läufst du bei Hitze oder auf einer hügeligen Strecke, solltest du deine Erwartungen entsprechend anpassen.
Pace-Zonen: Ähnlich wie die vier Leistungsbereiche der Lauffitness stellt dir EvoLab auch Trainingsgeschwindigkeiten für deine sechs Intensitätszonen bereit. Wie du effektiv mit Pace-Zonen trainierst, erfährst du in diesem Artikel.

Die COROS Rennvorhersage auf der PACE Pro
So verbesserst du deine Lauffitness
Wie oben beschrieben, hat jede Kategorie eigene Bewertungsmaßstäbe. Auch wenn alle Bereiche miteinander zusammenhängen, kannst du dank der Lauffitness gezielt einzelne Komponenten in deinem Training priorisieren. Hier findest du Trainingsansätze passend zu den jeweiligen Kriterien:
Ausdauer (Niedrigstes Tempo in der aeroben Leistungszone)
Um deine Ausdauer zu verbessern, empfehlen wir Training in der aeroben Ausdauerzone. Längere, gleichmäßige Einheiten von 1–2 Stunden in diesem Bereich erhöhen die mitochondriale Dichte und stärken deine Grundlagenausdauer nachhaltig.
Schwellenwert (Schwellenpace)
Um deine Laktatschwelle zu verbessern, solltest du regelmäßig Zeit in der Schwellenzone verbringen. Längere Intervalle von 15–30 Minuten in diesem Bereich verschieben deine individuelle Schwelle nach hinten – so kannst du länger ein höheres Tempo halten.
- Effort Pace - Schwellentraining für Anfänger:innen
- Effort Pace - Schwellentraining für Fortgeschrittene
Geschwindigkeit (VO2max)
Zur Verbesserung deiner VO2max empfiehlt sich Training in der anaeroben Ausdauerzone. Kürzere Intervalle von 3–7 Minuten in diesem Bereich sorgen für eine hohe Sauerstoffaufnahme und steigern langfristig deine maximale Laufleistung.
Sprint (Schnellstes Tempo über 30-60 Sekunden)
Um deine Sprintfähigkeit zu steigern, solltest du in der anaeroben Leistungszone trainieren. Kurze, intensive Sprints verbessern deine Lauftechnik und deine Leistungsfähigkeit auf kurzen Distanzen.

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