Andreas Almgren hat sich als einer der stärksten Langstreckenläufer Europas etabliert. Mit mehreren nationalen und europäischen Rekorden sowie Medaillen bei Weltmeisterschaften definiert er immer wieder, was auf der Bahn und der Straße möglich ist.
Hinter jedem Rekord und jedem schnellen Ziel steckt Andreas’ datenbasierter Ansatz beim Training. Alles basiert auf sorgfältig kontrollierten Schwellentrainings und einem tiefen Verständnis der Zahlen hinter jeder Einheit.
Tauche ein in Andreas Almgrens Training und entdecke, wie Struktur und Kontinuität ihm helfen, sich auf Wettkämpfe auf höchstem Niveau vorzubereiten.
Die Struktur hinter Andreas Almgrens Training
Andreas folgt einem klar strukturierten Periodisierungsprinzip: Vor einem wichtigen Rennen baut er einen konsequenten Trainingsblock auf, um seine Form zu testen. Statt ständig auf Hochintensität zu setzen, entwickelt er seine Fitness durch beständige Wochen qualitativ hochwertiger Einheiten.
„Ich behalte eine feste Struktur für vielleicht sechs Wochen bei und passe sie bei Bedarf an. Zum Beispiel habe ich nach dem Halbmarathon in Valencia Mitte November das volle Training wieder aufgenommen: sechs gute Trainingswochen, danach zwei Wochen Rennvorbereitung.
Ich glaube nicht, dass Training zu starr sein sollte. Aber sobald man einen Zeitraum festlegt, sollte man innerhalb dieses Blocks ziemlich konsequent bleiben.“
Die Kontinuität und Wiederholung der Einheiten von Woche zu Woche ermöglichen es ihm, die Anpassungen seines Körpers optimal zu nutzen. Gleichzeitig ist die wöchentliche Trainingsbelastung relativ konstant, was seine Gesundheit unterstützt.
COROS Coaches: Den Trainingsfokus im Laufe der Saison zu verändern, nennt man Periodisierung. Wie du dieses Prinzip auf dein eigenes Training anwenden kannst, erfährst du in unserem Blogpost zur Periodisierung.
Schwellentraining

Andreas Almgren überwacht während einer Einheit seinen Laktatwert und seine Herzfrequenz.
Schwellentraining bildet das Rückgrat von Andreas Almgrens Training. Dabei liegt der Fokus darauf, die Anstrengung genau auf dem richtigen Niveau zu halten. Die Herzfrequenz spielt eine zentrale Rolle, um den Aufwand präzise zu steuern.
„Normalerweise überprüfe ich vier Dinge: Tempo, Laktat, Herzfrequenz und mein allgemeines Gefühl. Ich lege eine Basis fest, wie sich die Einheiten anfühlen sollen. Es geht nicht einfach nur darum, im Schwellenbereich zu trainieren und schneller zu werden – dahinter steckt deutlich mehr.“
In seinen Schwellen-Einheiten strebt Andreas eine Herzfrequenz von rund 167–178 Schläge pro Minute (bpm) an, bei der er Pace-Werte von bis zu 2:40/km erreichen kann.
„Ich mache Schwellentraining schon lange, daher weiß ich genau, wie sich jede Einheit anfühlen soll und welche Laktatwerte langfristig für mich passen. Deshalb sind die Herzfrequenzdaten von COROS ein sehr wichtiger Teil des Gesamtbildes.“
Mit der detaillierten Aufzeichnung von Herzfrequenz- und Tempodaten aller Einheiten nutzt Andreas COROS, um seine Werte über Wochen und Trainingsblöcke hinweg zu vergleichen.
Andreas Almgrens Schlüssel-Einheiten
3 x 3 km „Sharpening Workout“
Nach dem Aufbau einer soliden Grundlage sorgt Andreas mit gezielten Einheiten dafür, dass er rennbereit ist. Vor dem Valencia 10-km-Lauf lief er zwei Schlüsseltrainings, um seine Fitness zu schärfen und Selbstvertrauen aufzubauen. Am Ende einer 170-km-Woche absolvierte er ein hartes 3 x 3 km-Intervalltraining mit 3 Minuten Erholung, seine Rundenzeiten lagen bei 8:00, 7:52 und 7:43. Für Andreas war das ein klares Zeichen, dass seine Form stimmt.
10 x 1 km „Pre-Race Workout“
Als einer der letzten Checks vor einem Rennen zeigt diese Einheit mit kurzen Erholungen, ob Andreas das Renntempo auch unter Ermüdung halten kann. Stimmen die Zahlen und fühlt sich die Anstrengung kontrolliert an, ist das ein deutliches Signal: bereit für das Rennen.
- Workout-Typ:Wettkampf-Tempo-Intervalle
- Struktur: 10 x 1 km, 1 Minute Pause
- Durchschnittliche Pace: 2:34 pro km
- Durchschnittliche Herzfrequenz: 162 bpm

Andreas Almgren bei einem 10 x 1 km-Training
Aufbau für den Valencia 10‑km-Lauf
Andreas war in Valencia bereits sehr erfolgreich: Im Januar stellte er den europäischen Rekord über 10 km auf, im November 2025 folgte der Halbmarathon-Rekord. In diesem Jahr reist er an die Südküste, um auf diesen Leistungen aufzubauen.
„In diesem Jahr habe ich im Vergleich zum letzten Jahr ein paar Änderungen vorgenommen. Wenn ich in Valencia gut laufe, bringt mich das in eine sehr gute Ausgangsposition für den Sommer.“
Wie jeder Läufer hofft auch Andreas, von Rennen zu Rennen besser zu werden. Mit einem Bachelorabschluss in Industrieller Technik und Management ist für ihn die Arbeit mit hochwertigen Daten entscheidend, um seinen Fortschritt genau zu verfolgen.
„Ich möchte einer der Hauptkonkurrenten sein, jemand, den die anderen jagen. Alle Einheiten, die ich seit 2018 gelaufen bin, sind gespeichert, sodass ich jede Version dieses Trainings vergleichen kann. Dieses Jahr habe ich damit noch systematischer angefangen – inzwischen habe ich jede Art von Intervalltraining dokumentiert.“
Viele der besten Athlet:innen der Welt stehen an der Spitze, weil sie ständig Schüler ihres Sports bleiben. Sie analysieren ihr Training, lernen aus den Daten und nehmen kontinuierlich die nötigen Anpassungen vor. Genau wie Andreas kannst auch du deine COROS-Daten nutzen, um intelligenter zu trainieren und echte Fortschritte auf dem Weg zu deinen Zielen zu machen.

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